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Monetenqueen wird noch wichtiger

Schon in meinem letzten Artikel habe ich geschrieben, dass die Monetenqueen immer Teil von mir war. Gerade auf den Start in die Selbstständigkeit hat mich die Monetenqueen vorbereitet.

Wenn du jetzt selbstständig bist oder kurz davor stehst, dich selbstständig zu machen, ist der Artikel genau für Dich. Was mir konkret auch nach der Monetenqueen bei meinem Start in die Selbstständigkeit half, erfährst du in diesem Artikel.

Intensive Geld-Gespräche mit meinem Mann

Mein Mann und ich haben ja schon damals viel über Geld und unsere Finanzen gesprochen, wie du in diesem Artikel nachlesen kannst. Doch in der Selbstständigkeit waren wir einfach gezwungen, uns noch intensiver zu unterhalten. Einfach aus dem Grund, dass mein Mann ja erst mal den Großteil der Kosten übernehmen musste.

Für Manche ist es vielleicht kein Problem, wenn der Partner einen Großteil der Kosten bezahlt. Für mich war das schon heftig, da ich wieder in eine Art Abhängigkeit kam. Es war gefühlt ein wenig wie damals, als ich noch Taschengeld bekam.

Und das Thema Taschengeld war für mich schon ein emotionales Thema. Denn dort wurden die Grundlagen für meine heutige „Beziehung zu Geld“ gelegt. Ich als freiheitsliebende unabhängige Frau musste also wieder ein Stück weit die Kontrolle abgeben.

Allerdings war es selten so, dass ich meinen Mann direkt nach Geld gefragt habe oder er mir Summe X überwiesen hat. Aber gerade, wenn er man bezahlt hat, hatte ich ein mega schlechtes Gewissen.

Es wurde allerdings erst so richtig ein Thema, als mein Gründerzuschuss auslief und noch nicht genug Geld reinkam, um Unternehmenskosten und private Kosten zu decken.

Und hier ist mein Tipp für Dich: Sprich mit deinem Partner darüber. Klärt auch ab, was ihr macht, wenn es bei dir nicht so gut läuft. Ich denke, viele Selbstständige wissen nicht, dass die Durststrecke am Anfang so lang ist.

Der Blick aufs Konto

Schon früher hat mich der Blick aufs Konto beruhigt, in der Selbstständigkeit war das nicht mehr der Fall. Es war immer beunruhigend, aufs Konto zu schauen. Vorher war mir gar nicht bewusst, welche Sicherheit mir persönlich so ein regelmäßiges Einkommen gab.

Den ganzen Monat nicht zu wissen, wie ich die Kosten für den nächsten Monat bezahlen konnte, löste oft Ängste in mir aus. Ängste, die ich von früher her kannte.

Denn auch in meinem Studium hatte ich schon immer zu wenig Geld. Da spielte es keine Rolle, ob ich einen Studentenjob hatte oder nicht. Geld hatte ich nie.

Beim Start in die Selbstständigkeit gab mir nur eines Sicherheit: ganz genau zu wissen, was nächsten Monat wirklich abgeht und was ich an Geld zur Verfügung hatte. Auf den Cent genau. Und das war ein Prozess sag ich dir.

Mittlerweile habe ich das ganz gut im Blick, aber auch nur, weil ich einen „monatlichen Kontotermin“ habe. Dazu aber später mehr.

Notfallkonto

Es gab zwei Dinge, in die ich immer einbezahle, egal wie wenig Geld reinkommt: Mein Notfallkonto und meine Altersvorsorge. Die Altersvorsorge ist hier wohl mal einen ganzen Artikel wert.

Das Notfallkonto kann ich dir nur wärmstens empfehlen. Wo wir im privaten Fall ein Notfallkonto tatsächlich nur für Notfälle nehmen, nehme ich es in der Selbstständigkeit immer, um

  1. Mein Konto am Monatsende aufzufüllen oder
  2. Für Investitionen rum um meine Selbstständigkeit

Und das gibt mir zum einen die Sicherheit, da ist noch was, auf das ich zurückgreifen kann. Zum anderen liegt das Geld auf einem separaten Konto. Es kann mir also auch nicht passieren, dass ich es spontan mal ausgeben.

Essensplanung

Generell ist es zum Start der Selbstständigkeit noch wichtiger geworden, unsere Ausgaben zu planen und Spontankäufe zu vermeiden. Und gerade in der Selbstständigkeit hatte ich genug Zeit, um hier und da mal was zu kaufen.

Was sich in dieser Zeit wirklich bewährt gemacht hat, war unser Speiseplan, welchen ich auch schon in diesem Artikel erwähnt habe. Wir setzen uns einmal die Woche hin und machen einen Plan, was wir die Woche so essen wollen. Anschließend wird die Einkaufsliste geschrieben und eingekauft.

Das klappt fast immer, aber manchmal schaffen wir das auch nicht. Mein Mann ist ja bei uns immer derjenige, der einkaufen geht. Er sagt, es macht finanziell wirklich einen Unterschied, ob wir vorher planen oder nicht.

Ausgaben nahezu zu Null

Hätte ich mein Leben zum Start der Selbstständigkeit noch so gelebt, wie vor der Monetenqueen, holy sh***, das wäre mächtig nach hinten los gegangen. Hier muss ich klar sagen, hat es mir enorm geholfen, nicht mehr zu Shoppen.

Also meine Shoppingdiät halte ich nun schon gefühlt seit 3 Jahren. Gerade zum Start der Selbstständigkeit war das mega wichtig, einfach um zu überleben. Um so weniger Kosten du am Anfang hast, um so länger überlebst du eine anfängliche Durststrecke.

Aber Vorsicht! Die Shoppingdiät hat auch Schattenseiten. Über diese werde ich mich noch mal in einem separaten Artikel zuwenden. Aber zum Start war das spitze.

Fixer Termin zur Überprüfung der Konten

Gerade als der Gründerzuschuss wegfiel, musste ich mir eine Routine überlegen, um eine Kontendeckung zu gewährleisten. Denn die Abzüge am Anfang des Monats kommen und sind gnadenlos.

Neben der genauen Kostenkontrolle, also dem „Was wird diesen Monat alles abgezogen?“ ging es danach um die Frage: „Ist genug Geld auf dem Konto, damit das gedeckt ist?“

Also schaue ich mir am 27. Eines Monats immer meine Konten an. Ich habe ein Geschäftskonto und ein privates Konto. Ich rechne mir aus, wie viel Geld auf jedem der Konten sein müsste, damit ich hier überall im grünen Bereich bin.

Auch musste ich mir erst nach dem Start der Selbstständigkeit darüber Gedanken machen, dass ja nicht alle meine Kunden am 01. eines Monats bezahlen. Ich habe also zusätzlich noch Zahlungseingänge im Laufe des Monats einkalkuliert.

Mein Tipp: Ich habe eine Excel Liste, wo all meine monatlichen Kosten, wie Miete Quartalskosten, wie Webhosting und die jährlichen Kosten, wie Versicherungen drinstehen und wann diese abgezogen werden. Das kann ich dir nur wärmstens empfehlen.

Die Buchhaltung

Gerade zum Start der Selbstständigkeit habe ich es mir angewöhnt, am 05. eines jeden Monats die Buchhaltung zu machen. Das heißt, was kam diesen Monat an Einnahmen rein und was ging an Ausgaben raus.

Wenn du gerade am Anfang deiner Selbstständigkeit stehst, kann ich dir das nur wärmstens empfehlen. So bekommst du ein gutes Gespür dafür, ob du auf dem richtigen Weg bist. Außerdem bist du dann für eine quartalsweise Umsatzsteuer-Voranmeldung bestens gerüstet und musst nicht überlegen, was vor 3 Monaten war.

Ganz ehrlich, ich hatte auch Phasen, da hab ich das schleifen lassen. Vielleicht auch, weil ich es nicht wissen und nicht sehen wollte. Mittlerweile ist es aber eine feste Routine, die mich nachts ruhig schlafen lässt.

Fazit

Wie Du siehst, musste ich ins Thema Finanz-Kontrolle zum Start der Selbstständigkeit noch einmal intensiver eintauchen. Geschadet hat es mir nicht, ganz im Gegenteil. Ohne das, wäre ich heute wahrscheinlich schon wieder im Angestellten-Verhältnis oder verschuldet.

Ich hoffe, du konntest ein paar Tipps und Anregungen mitnehmen. Schreib mir gern in den Kommentaren deine Meinung dazu.

Vielen Dank für deine Zeit, sie ist das Wertvollste, was wir haben.

Deine Jule

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