Hol Dir die Kontrolle über Deinen Geldbeutel zurück!

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Hol Dir die Kontrolle über Deinen Geldbeutel zurück!

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Der erste Schock ist der Schlimmste

Der größte Schock war eigentlich der Moment, als ich feststellte, dass ich mehr ausgab als ich verdiente. Warum? Weil ich überhaupt nicht diesen Eindruck hatte. Ich dachte eher „das passt schon irgendwie“. Ein Stück weit war es mir aber auch egal. Aber jetzt, wo die Karten auf dem Tisch lagen, begann ich mich zu fragen, wie ich eigentlich in diese Situation gekommen bin. Warum wollte ich ständig shoppen gehen? Viel mehr interessierte mich allerdings, wie ich aus dieser Situation wieder raus komme.

Geht es Dir ähnlich? Weißt Du auch nicht, warum Du das shoppen partout nicht lassen kannst? Und willst Du wissen, wie Du da wieder raus kommst? Dann ist dieser Artikel nur für Dich geschrieben.

Da hast keinen blassen Schimmer, wie viel Du eigentlich ausgibst? Du weißt gar nicht, ob das zu viel ist oder nicht? Dann empfehle ich Dir meinen letzten Artikel: Hier zeige ich Dir, wie Du herausfindest, wo Dein ganzes Geld abgeblieben ist.

Warum wir das Shoppen einfach nicht lassen können

Weil es doch sooo glücklich macht, oder? Und für wie lange? Gehst Du shoppen, weil Du auf der Suche nach Glücksgefühlen bist? Oft wollen wir uns auch für den langen Arbeitstag belohnen. Oder wir sind frustriert, weil irgendwas nicht so läuft wie wir uns das vorstellen. Und dann gehen wir shoppen. Es lenkt auch so herrlich von all den Problemen ab.

Ich bin ehrlich: Manchmal wollte ich shoppen, um einfach dazu zu gehören. Wenn ich mir das neuste Smartphone kaufte, obwohl mein Handy noch funktioniert. Oder mir die neuen hippen Sneaker kaufte, obwohl mein Schuhschrank überquoll. Was denkst Du, wollen wir insgeheim nicht alle auch ein bisschen angeben?;-) Zeigen, was wir haben und was wir uns leisten können? Ich schon.

Ein wenig ist das wie mit der ungesunden Ernährung. Ja, wir wollen ja auf unser Gewicht achten. Ja, wir wollen uns ja gesund ernähren, aber diese Schokotorte sieht einfach zu lecker aus.

Uns fehlen oft einfach die Disziplin und das Durchhaltevermögen. Deswegen scheitern so viele Diäten und gute Vorsätze. Die kurzfristige Bedürfnisbefriedigung wird dem langfristigen Erfolg vorgezogen. So kann das doch nicht weiter gehen. Eine Lösung muss her.

Darum konzentrieren wir uns auf die Lösung

Okay das war jetzt deutlich und deprimierend. Muss es aber für Dich nicht sein. Natürlich könntest Du Dich jetzt stundenlang damit auseinander setzen, warum Du das shoppen nicht lassen kannst. Warum die 10. Diät wieder nichts gebracht hat. Und glaube mir, Dir werden unzählige tiefere Ursachen einfallen. Ich habe das gemacht und als ich die ganzen Gründe herausgefunden hatte, fehlte mir immer noch das Wichtigste: Die Lösung. Daher konzentrieren wir uns auf die Lösung. Die Lösung, wie Du die Kontrolle über Deinen Geldbeutel zurückgewinnst.

7 Fragen, wie Du Dir die Kontrolle über Deinen Geldbeutel wieder holst

FragezeichenAnbei habe ich Dir die Fragen zusammengestellt, die mir geholfen haben, mein Kaufverhalten wieder in den Griff zu bekommen. Natürlich habe ich mir das nicht allein ausgedacht. Vielmehr habe ich mich von Tony Robbins* inspirieren lassen. Die Antworten auf Deine Fragen kannst Du wie immer in ein Worksheet eintragen. Das Worksheet Problemklarheit hilft Dir dabei. Diesmal habe ich Dir auch mein persönliches Beispiel mit angehangen. Problemklarheit_Beispiel dient Dir als Anhaltspunkt und Inspiration.

1. Was stört Dich genau?

Was stört Dich an Deinem Kaufverhalten? Kaufst Du zu viel? Zu schnell? Zu teuer? Gibst Du Geld aus, was Du eigentlich gar nicht hast? Das ist sehr individuell. Nimm Dir einen Moment Zeit, um genau darüber nachzudenken. Nutze hierzu das Worksheet Problemklarheit. Das Problem aufzuschreiben hat zum einen den Vorteil, dass Du Dir nun klar darüber wirst, was genau Dich stört. Es ist aber auch wie Balsam für die Seele. Wenn Du es einmal aufgeschrieben hast, ist es aus Deinem Kopf raus. Das Aufschreiben hat etwas Befreiendes.

2. Warum stört es Dich?

Nun geht es ein wenig mehr in die Tiefe. Natürlich, wenn es Dich nicht stören würde, würdest Du das hier nicht lesen. Also warum möchtest Du etwas ändern? Gibt es einen speziellen Grund, warum es Dich vielleicht gerade jetzt stört?

Aber setze Dich nicht unter Druck mit der Frage nach dem WARUM. Wir wollen uns hier auf die Problemlösung konzentrieren. In meinem Beispiel ist diese Antwort auch recht banal ausgefallen. Ab der nächsten Frage wird es jedoch richtig interessant:

3. Was willst Du daran ändern?

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Das hier solltest Du ruhig genauer beschreiben. Das ist Dein Zielzustand: Wie soll es einmal sein? Wie soll Deine Zukunft in Bezug auf dieses Problem aussehen? Oder viel mehr ohne das Problem. Das ist hier wieder sehr individuell und von Dir selbst abhängig. Du entscheidest was Du und wie viel Du ändern willst. Zum Beispiel, ob Du rigoros mit dem Shoppen aufhörst und anfängst minimalistisch zu leben. Vielleicht ist Dir aber zukünftig ein bewusster und sinnvoller Umgang mit Deinem Geld das Wichtigste.

Wer das Ziel nicht kennt, weiß auch nicht in welche Richtung er gehen muss.

Schließlich setzt Du Dich auch nicht in Dein Auto und fährst einfach so herum. Du hast ein Ziel, wohin Du fahren willst.

4. Warum hast Du nicht eher gehandelt?

Finde heraus, welche negativen Empfindungen Dich bisher vom Handeln abgehalten haben. Warum war es bisher so schwer, damit zu starten? Was genau fällt Dir so schwer daran? Warum hast Du bisher nicht durchgehalten? Über welche Hürde kommst Du nicht drüber weg? Was hindert Dich?

5. Welche angenehmen Erfahrungen hast Du bezüglich dieses Problems?

Hier sollte genau das rein, was Dich bisher (im positiven Sinne) davon abgehalten hat, etwas gegen Dein Problem zu tun. Beschreibe Dein positives Gefühl an Deinem Problem. Zum Beispiel: „Es ist doch so herrlich, Geld für schöne Dinge auszugeben. Es macht mich so glücklich.“

6. Welche negativen Konsequenzen wird es haben, wenn Du das Problem jetzt nicht in den Griff bekommst (in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren)?

Hier ist Deine Kreativität gefragt. Du kannst den Bogen ruhig ein wenig überspannen. Beschreibe Dein „Worst Case Szenario“. Treibe es auf die Spitze. Welche Folgen hat das Ganze für Dich und Deine finanzielle Situation? Welche Auswirkungen hat das auf die finanzielle Situation Deines Partners, von Freunden und Familie? Wie entwickelt sich die Beziehung zu Ihnen? Was werden Sie über Dich denken? Wie verändert sich Dein Umfeld? Welche Auswirkungen kann das Ganze alles mit sich bringen. Auch langfristig gesehen. Wenn Du so weiter machst, wie sieht Dein Leben in den nächsten 5 Jahren aus? Oder im Alter?

7. Welche Vorteile hat es, wenn Du etwas an dieser Situation änderst?

Und jetzt darf geträumt werden. Welche positiven Auswirkungen hat die Lösung Deines Problems auf Dein Leben? Male Dir Dein Leben in den schillerndsten Farben aus. Beschreibe Dein „Best Case Szenario“. Wie entwickelt sich Dein Leben, wenn Du Dein Problem unter Kontrolle hast? Wie wirkt es sich auf Dein Selbstbewusstsein aus, auf Deine Partnerschaft auf Familie, auf den Job etc.? Beschreibe Deine Gefühle dabei. Was hat das Ganze auch langfristig für positive Auswirkungen? Wie sieht Dein Leben nun in den nächsten 5 Jahren oder im Alter aus? Kannst Du diese Vorfreude spüren?

Was bringt es Dir

Die Macht der Emotionen solltest Du nicht unterschätzen. Bei dieser Übung führst Du Dir selber die negativen schmerzlichen Langzeitfolgen vor Augen. Ist der Schmerz der negativen Assoziation groß genug, wirst Du etwas ändern wollen. Du stellst Dir vor, wie schön glücklich und erfüllt Dein Leben ist, wenn Du das Problem unter Kontrolle hast. Auch das ist noch einmal ein Signal an Dein Gehirn: Hey, hier lohnt es sich dran zu bleiben und durchzuhalten. Dieses tolle Leben möchtest Du führen.

Wenn Du wieder mal im Shopping Rausch bist, mache Dir diese Situation bewusst. Rufe Dir diese zwei Szenarien (Worst und Best Case) vor Augen und entscheide, was Du lieber willst. Was ist Dein Ziel?

Resumee

Dieser Artikel hat Dir gezeigt, dass es nicht immer darauf ankommt, das WARUM hinter der Situation zu kennen. Zum einen, weil es oft mehrere WARUMs gibt. Zum anderen bringt uns diese Frage der Problemlösung kein Stück näher.

Es ist viel mehr wichtig zu wissen, was genau Dein Problem ist und was Du daran ändern willst. Dabei helfen Dir die 7 Fragen. Die Worst und Best Case Szenarien helfen Dir, langfristig durchzuhalten, indem Du Dir immer wieder Dein Best Case Szenario vorstellst.

Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun. Johann Wolfgang von Goethe

In diesem Sinne, los geht`s

  1. Problemklarheit ausdrucken
  2. Fragen durchlesen
  3. Fragen mit Hilfe dieses Beitrags ausfüllen
  4. Das Wunder geschehen lassen

So geht´s weiter:

In meinem nächsten Artikel erzähle ich Dir von meiner radikalen Methode, die ich angewendet habe, um meinen Shoppingrausch einzugrenzen. Und ich zeige Dir, wie auch Du damit einen bewussten Umgang mit Deinem Geld lernst. Keine Frage, das wird nichts für schwache Shopping-Nerven. Aber vielleicht suchst Du ja auch noch nach einer kleinen Herausforderung fürs neue Jahr.

Vielen Dank für Deine Zeit. Sie ist das Kostbarste, was wir haben.
Deine Jule

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Von | 2018-05-15T15:52:12+00:00 31 Januar 2017|Kategorien: Dein Start|0 Kommentare

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